Schlagworte Google

Date: 30. Juni 2013
Cate: Code

Unbehagen an Google Plus Authorship-Prinzip

Sein WordPress-Blog mit Google+ zu verknüpfen ist relativ einfach. Einfach eines der zahlreichen Google Plus Authorship-Plugins installieren. Im Benutzer dann den Link zum google+ – meiner ist https://plus.google.com/116848705676999119278/ – eingeben, speichern, fertig. Irgendwann taucht dann ein Bild neben den Suchergebnissen auf. Und dieses Bild ist hinterlegt mit einem Link zum google+-Profil, also nicht zum angezeigten Artikel. Denn zu diesem führt nur der Textlink!

Andere Varianten wären in WordPress etwa in einem Text-Widget
<a href=“https://plus.google.com/116848705676999119278″>Claudia Troßmann auf Google+</a>

oder einfach eine zusätzliche Zeile in der header.php:
<link href=“https://plus.google.com/116848705676999119278″ rel=“author“ />

Ich werde das Gefühl nicht los, dass dieses Feature mehr Google als dem ursprünglichen Autor nützt. Es leitet mehr Traffic auf google+ und ich spekuliere wohl nicht wild, wenn ich einfach annehme, dass daraus mal für Google Profit entstehen soll. Auf welchem Weg auch immer. Und der fehlt dann dem Urheber. Das ist mein Unbehagen. Ein ganz großes Unbehagen ist die Tatsache, dass aus diesen auf vielen Websites verteilten Codeschnipseln bei Google+ auf Dauer ein Profil ersichtlich wird. Und wem nützt das?

Mensch muss nicht alles (mit)machen, nur weil es möglich ist und/oder es gerade ein Hype ist. Ich denke auch nicht, dass die Ausrede des 20. Jahrhunderts „Wir haben es nicht gewusst“ im 21.Jahrhundert noch Gültigkeit haben sollte.

Date: 09. April 2008
Cate: Code

Klage vor dem Europäischen Gerichtshof oder die Vorratsdatenspeicherung an der Wurzel gepackt

43 Bürgerrechtsorganisationen und Berufsverbände aus elf EU-Mitgliedsstaaten haben den Europäischen Gerichtshof aufgerufen, die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für unvereinbar mit den Grundrechten erklären zu lassen. […]
Eine Vorratsdatenspeicherung könne nur in wenigen und meist wenig bedeutsamen Fällen den Rechtsgüterschutz verbessern, heißt es in der Mitteilung. Eine dauerhafte Auswirkung auf das Kriminalitätsrisiko sei hingegen nicht zu erwarten. Die Bürger müssten aber ständig befürchten, dass ihre Kommunikationsdaten zu einem späteren Zeitpunkt zu einer falschen Verdächtigung führen oder von staatlicher oder privater Seite missbraucht werden könnten. Daher gefährde die Vorratsdatenspeicherung die unbefangene Kommunikation der gesamten Gesellschaft.
Quelle: heise news, Bürgerrechtler gehen gegen EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vor , 08.04.2008

In den 70ern sagte Willy Brandt: Mehr Demokratie wagen. Heute gilt: Mehr Kommunikation wagen. Dem stehen irrationale Gesetze wie die Datenvorratsspeicherung samt ihrer Folgen für die Gesellschaft, ergo für die weitere Demokratisierung der Welt entgegen. Die Datenvorratsspeicherung und andere Gesetze und Massnahmen im Gefolge des so genannten Kampf gegen den Terror verhindern das, wofür die westliche Welt gern stehen würde. Sie wird ihren so genannten Feinden immer ähnlicher ohne es zu bemerken. Ziemlich dämlich.

Dazu passen auch der folgende Telepolis-Artikel und heise news:
Propagandadelikte und opferlose Verbrechen

Die Menge solcher Delikte nahm in den letzten Jahrzehnten stark zu – und sie steigt weiter. Mit ihr steigen die Risiken eines unwissentlichen Begehens von Straftaten in einem Ausmaß, dass sie den Rechtsstaat von einer anderen als der Deliktsseite her bedroht: Behörden können durch solche Vorschriften zunehmend nach dem Grundsatz „Irgendwas findet sich immer“ handeln – und so „Kooperation“ ohne Rechtsgrundlage erzwingen.

Google will Speicherung von Suchanfragendaten nicht weiter begrenzen
Abhörsystem des FBI in der Kritik