Schlagworte Gesellschaft

Date: 19. Dezember 2007
Cate: Zur Zeit lese oder höre ich

Howard Zinn über die Aufgabe der denkenden Menschen

Nationen sind keine Gemeinschaften und waren es noch nie. Die Geschichte jedes Landes, die uns als Geschichte einer Familie präsentiert wird, verbirgt bittere Interessenkonflikte (die manchmal ausbrechen, meistens aber unterdrückt werden) zwischen Eroberern und Eroberten, Herren und Sklaven, Kapitalisten und Arbeitern, rassisch oder sexuell Dominierten und Dominierenden. Und in einer solchen Welt der Konflikte, einer Welt von Opfern und Henkern, ist es, wie Albert Camus gesagt hat, die Aufgabe der denkenden Menschen, nicht auf der Seite der Henker zu stehen.
Howard Zinn

Mehr bei Radio Darmstadt oder im deutschsprachigen Weblog über den Autor der Geschichte des amerikanischen Volkes. Zinns Geschichte passt gut zur Geschichte der Staatsgewalt.

Der Ausdruck ‚gerechter Krieg’ ist in sich widersprüchlich. Krieg ist an sich ungerecht, und die große Herausforderung unsere Zeit ist, mit dem Bösen, der Tyrannei und der Unterdrückung zurecht zu kommen, ohne eine große Anzahl von Menschen zu töten.
Howard Zinn

Howard Zinn in der Wikipedia und beim Verlag Schwarzer Freitag.

Date: 02. Dezember 2007
Cate: Code

Überwachungskameras beeinflussen das Verhalten

Auf Danisch.de berichtet Hadmut Danisch über seine Erfahrungen und Gedanken u.a. über IT, Sicherheit und Uberwachungskameras etwa wie hier:

Überwachungskameras beeinflussen das Verhalten. Das ist ja deren erklärter Zweck. Es gibt positive Aspekte, unbestreitbar. Aber es gibt auch sehr negative, die wir noch nicht kennen und nicht abschätzen können. Wenn wir es merken, könnte es zu spät sein.
Ich merke schon nach wenigen Tagen, wie Big Brother so ganz unterschwellig mein Verhalten verändert. Dabei bin ich gar keiner von den Kriminellen, von denen die Politiker immer sagen, daß sich die Kameras selbstverständlich nur gegen die richten.

Aber wie heißt es so schön (auch in England): Wer nichts zu verbergen hat, der habe auch nichts zu befürchten.

Das könnte sich als ganz schlimmer Irrtum erweisen. Vielleicht sollten wir uns davor fürchten, nichts mehr zu verbergen zu haben.

Lesenswert!