Schlagworte Autoren

Date: 13. März 2008
Cate: Text
1 Meinung

Schriftsteller zwischen armen Poeten und Dichterfürsten

In der Frankfurter Rundschau weist Angie Reinhardt auf die beiden Extreme hin, zwischen denen Autoren sich im herkömmlichen Literaturbetrieb bewegen. Einerseits der arme Poet und andererseits der so genannte Dichterfürst. Die Ursachen lassen sich an Zahlen festmachen:

Ein literarischer Titel geht im Schnitt 5000 bis 10 000 Mal über den Ladentisch. Dieses Buch kostet als Hardcover-Ausgabe in der Buchhandlung etwa 20 Euro. Der Autor bekommt davon im Idealfall zehn Prozent. Er erhält also zwei Euro pro verkauftes Buch und kommt am Ende auf 10 000 bis 20 000 Euro Honorar. Von dieser Summe gehen dann noch Steuern ab und eventuell bereits geleistete Honorarvorschüsse.
FR, Wovon lebst du eigentlich?, 12.03.2008

Angesichts der Möglichkeiten wie Print on Demand und Internet frage ich mich, ob das traditionelle Verlegenlassen noch sinnig für Autoren ist. Wäre es nicht vernünftiger und auch zukunftsorientierter sich an den Musikern ein Beispiel zu nehmen, die sich seit einigen Jahren von der Musikindustrie emanzipieren?
Immerhin weist der Artikel darauf hin, dass Autoren den Großteil ihrer Einnahmen nicht durch das Schreiben selbst erlangen, sondern durch das Drumherum. Eigentlich müssen Autoren nur noch vermehrt weitergehen auf dem Weg und die technologischen Chancen zu ihren Gunsten nutzen. Stellt sich die Frage: Warum tun sie es nicht?

Date: 10. März 2008
Cate: Text

Cory Doctorow meint: Kopieren ist gut für Autoren

In einem Interview in jetzt.de meint Cory Doctorow u.a.:

Ich veröffentliche unter Creative Commons, weil ich so mehr verdiene. Es gibt einen ökonomischen, einen künstlerischen und einen moralischen Grund unter Creative Commons-Lizenz zu veröffentlichen.

Sein politisches Statement:

Die wichtigste Aufgabe für unsere heutige Gesellschaft besteht darin, dass wir dafür sorgen, dass Computer uns dienen und uns nicht kontrollieren. Solange Computer Werkzeuge bleiben, die uns stärken, und keine, die uns versklaven, werden wir uns auf eine bessere Welt hinbewegen. Aber in der Sekunde, in der Computer dazu benutzt werden, uns zu kontrollieren, geht alles den Bach hinunter.