Schlagworte Überwachung

Date: 23. November 2007
Cate: Code
1 Meinung

USA überwachen auch deutsche Telefonate und E-Mails

Über die folgenden Zitate und die möglichen Folgen sollten nicht nur Bürgerrechtler nachdenken, sondern auch Unternehmer!

In den USA tobt eine heftige Debatte um das Abhören von Internet und Telefon. Das US-Parlament hat sich gegen die Forderung von Präsident Bush ausgesprochen und die geforderte Immunität für die amerikanischen TK- und Internetgesellschaften abgelehnt. Dabei geht es darum, dass diesen Straffreiheit zugesichert werden soll, wenn sie auf Anordnung der Regierung Telefongespräche oder Internetnachrichten ohne richterliche Anordnung abhören.

Die Diskussion über den US-Abhörskandal wird bislang kaum in Deutschland verfolgt, da man das Problem für eine rein inneramerikanische Angelegenheit hält – doch das ist weit gefehlt. Nahezu der gesamte internationale Telefon- und Internetverkehr geht durch die USA. […]
„Wir benötigen eine sehr weitreichende Entscheidungsfreiheit im Kampf gegen den internationalen Terrorismus – aufwändige Bürokratie ist der Gehilfe unser Feinde“, sagt Valerie Caproni, Spitzenanwältin des FBI.

Diese Diskussion zeigt deutlich, dass die IT-Chefs manchmal besser beraten sind, teure Satellitenverbindungen zu nutzen, als sich immer nur auf einfache und kostengünstige Glasfaserlösungen via USA zu stützen. Zwar kann man davon ausgehen, dass ein normales Unternehmen keine terroristischen Aktivitäten zu verheimlichen hat – aber über das Abhören könnten auch wichtige Konkurrenz- oder Akquisitionspläne in die falschen Hände geraten.

Wissen Sie nun um die Brisanz des Themas?
Lesen Sie weiter bei Lanline

Date: 11. November 2007
Cate: Zur Zeit lese oder höre ich

John Twelve Hawks: Traveler

John Twelve Hawks ist das Pseudonym eines (nach eigener Aussage) US-amerikanischen Schriftstellers. Sein Erstlingswerk ist der 2005 in englischer und 2006 in deutscher Sprache erschienene Roman „Traveler“.

aus: Phantastik-Couch
… und diesen Roman habe ich letzte Nacht verschlungen.
Lesenswert und sehr nah an der Wirklichkeit.

»Ich habe den Roman „Traveler“ geschrieben, um unsere heutige Welt zu verstehen. Jeden Tag werden wir auf dem Weg zur Arbeit von hunderten Kameras gefilmt, die es ermöglichen, uns zu identifizieren und zu überwachen. Telefonanrufe und E-Mails werden routinemäßig gescannt. Die heutige Technologie erlaubt es, von jedem von uns die persönliche Krankheitsgeschichte, die Namen unserer Freunde und die Titel der von uns ausgeliehenen Bücher herauszufinden.
Ich entwerfe keine Zukunftsvision. Dies ist unser Leben – hier und heute. Mit meinem Roman versuche ich, durch die Macht der Fiktion die versteckte Wahrheit über unsere Welt zu enthüllen.
In „Traveler“ riskiert eine kleine Gruppe von Menschen alles für Aufklärung und Freiheit. Sie glaubt an die Kraft des Einzelnen und den Geist, der uns beseelt. Ich habe „Traveler“ geschrieben, weil ich immer noch an das Ehrgefühl glaube. Und an die Tapferkeit. Und an die Liebe.
Ich lebe außerhalb des Rasters. Wer ich bin, und was ich gemacht habe, spielt keine Rolle. Mein Name ist John Twelve Hawks. Der Traveler spricht für mich.«

Links:
Interview mit John Twelve Hawks
Website zum Buch Traveler

Traveler
John Twelve Hawks
Gebundenes Buch, 544 Seiten, Page & Turner
ISBN: 978-3-442-20300-0 – 19,95 Euro