Die Gier nach Daten – Sie wollen alles wissen
So ganz allmählich dringt es in das öffentliche Bewusstsein, dass die behördliche und so staatliche Datensammelwut wohl doch nicht das Gelbe vom Ei ist.
So las ich heute an prominenter Stelle im Odenwälder Echo von Christian Knatz den Kommentar Die Gier nach Daten und den Artikel Sie wollen alles wissen; Daten: Das Recht des Einzelnen tritt gegenüber dem Sicherheitsstreben ins Hintertreffen.
Im Klartext: Wer begierig auf Daten des einzelnen Bürgers ist, bei demjenigen bezweifle ich, ob er noch auf der Basis der FDGO steht oder ob er nicht schon mit einem [gedanklichen] Bein in einer Gedankenwelt Orwellscher Prägung sich befindet und alle anderen dahinhieven will.
Auf der Strecke bliebe, wie bei solchen Dingen üblich, der einzelne Bürger, seine [informationelle] Selbstbestimmung und die Demokratie.
Und im Übrigen bin ich der Ansicht: Es gibt keine absolute Datensicherheit. Denn machen wir uns nichts vor: Es gibt keine sicheren Datenbanken und ergo gibt es früher oder später [kriminelles] Schindluder mit Daten.
Früher stand auf den Notenscheinen: Wer Noten fälscht oder in Umlauf bringt, wird nicht unter … bestraft. Vielleicht sollte dieser Satz abgewandelt werden in: Wer Daten sammelt, ohne sie 100% zu schützen, dem gehören keine Daten.
Gut, das ist eindeutig ein Wunsch jenseits dessen, was mit IT machbar ist.
Dennoch: Eine konkrete Utopie weist immer den Weg zum Machbaren.
