Der Artikel Lesen ist Glück stellt fest:
Bücher sind gedruckte Arzneimittel. Lesen macht glücklich, weil es Mühe bereitet, lautet eine These von Verhaltensforschern. Das Ergebnis der Anstrengung ist meditative Konzentration, ein verändertes Zeitgefühl und die Überwindung beengender Ich-Grenzen – der “Flow”.
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Elisabeth Noelle-Neumann, Leiterin des Allensbacher Instituts für Demoskopie, sieht im Flow den Schlüssel für das Leseglück: “Das Lesen von Büchern ist anstrengender als andere Formen der Unterhaltung, insbesondere das Fernsehen” … “Aber mit der Anstrengung entwickeln sich die Kräfte, und darauf scheint es nun für ein in der Grundstimmung glückliches Leben vor allem anzukommen.” … “Regelmäßige Bücherleser erleben häufiger Flow” [...]
Buchmarktforscher Ludwig Muth …: So wie Flow eine schwierige Aufgabe voraussetze, “der man gewachsen ist – und an der man wächst”, erfordere Lesen eine “dynamische Balance zwischen Lese-Anstrengung und Lese-Fähigkeit”. [...]
Literaturwissenschaftlerin Assmann definiert ein zweites, ganz praktisches Leseglück: Nur dank Bücher könnten viele Menschen die Welt kennenlernen, Erfahrungen machen, die ihnen sonst verwehrt blieben. Somit sei Leseglück oft geradezu “ein Einsteigen in soziokulturelle Zusammenhänge”.
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