Verschlampte Bürgerdaten in Großbritannien
Wenn Millionen Datensätze verschwinden und dies in sensiblen Bereichen, dann ist was faul im Staate. Behördenschlampen, das dürfte derzeit Briten durch den Kopf gehen, denn britische Behörden wissen nicht, wer die Daten von Millionen Briten hat und vor allem stellt sich die Frage: Was macht derjenige damit?
Fast naiv möchte ich den Anspruch des britischen Datenschutzbeauftragten Richard Thomas an die Regierung und die Behörden nennen.
Da in Großbritannien gerade eine zentrale Datenbank mit den Patientenakten von 50 Millionen Briten eingerichtet wird, mahnt Thomas, zunächst müsste absolut sichergestellt werden, dass alle Risiken einer solchen Zentraldatei, auf die Krankenhäuser und Ärzte online zugreifen können, erkannt und beseitigt wurden: “Ein Massenverlust von Daten aus zentralen Datenbanken würde eine Katastrophe sein, aber medizinische Informationen sind besonders heikel.”
Er müsste eigentlich wissen, dass er mit absoluter Sicherstellung das Unmögliche fordert. Eine Zentralisierung der Daten hat im Windschatten Missbrauch der Daten und zwar immer. Dieses Missbrauchs[Macht]risiko ist der Zentralisierung immanent. Dem ist leider so und das lernt mensch aus der Geschichte – sollte er – so hoffe ich.
