Minette Walters: Dunkle Kammern
Jinx Kingsley erwacht in einem Krankenhaus und kann sich an die letzten Wochen ihres Lebens nicht erinnern. Angeblich soll sie einen Selbstmordversuch gemacht haben, aber das kann sie sich bei sich selbst nicht vorstellen. Sie versucht die Wahrheit zu erfahren und erfährt dadurch einiges über die Menschen in ihrer Umgebung, dass sie kritischer, unabhängiger und selbstständiger werden lässt.
“Sie sind vom selben Schlag, Philippa vielleicht nicht so sehr, aber Anthony und Leo ganz sicher.” Ihre Stimme klang wieder seltsam fern. “Man bezahlt nie etwas, wofür man andere bezahlen lassen kann; man nutzt das Wissen und die Verbindungen anderer aus, um voranzukommen; und man jammert ständig über die eigene Mittellosigkeit und macht hämische Bemerkungen über die Wohlhabenheit der anderen. Das wird für den, der benutzt wird, sehr schnell sehr ermüdend, besonders wenn er weiß, daß der Schmarotzer, den er aushält, im Geld schwimmt.” (Walters, Dunkle Kammern, S.193)
Minette Walters Krimi Dunkle Kammern ist spannend geschrieben, hat kritische Untertöne und am Ende fragt man sich: Wer war es nun wirklich?
Dunkle Kammern
Minette Walters
TB – Goldmann – 1998
ISBN: 3442442508 – 9,00 Euro
