Schlagworte Kommunikation

Date: 30. März 2008
Cate: Text

Grammatik der Gesten

Gibt es vielleicht so etwas wie eine Grammatik der Gesten? Um das herauszufinden, haben rund 20 Wissenschafter unter Leitung von Cornelia Müller eine interdisziplinäre Forschungsgruppe gebildet: «Annäherung an eine Grammatik der Gesten: Evolution, Gehirn und linguistische Strukturen» heisst ihr Forschungsvorhaben. Das grossangelegte und von der deutschen Volkswagenstiftung geförderte Projekt ist ein Meilenstein für die noch junge Gestenforschung. Über die Kategorisierung der Gesten und die Beschreibung ihrer Entwicklung wollen die beteiligten Linguisten, Neurologen und Primatologen zu Grundstrukturen unseres Bewusstseins vordringen und die Evolution der Sprache erhellen. […] Müller hat die vier Kategorien folgendermassen benannt: Es gibt erstens die «agierenden» Gesten, zweitens die «modellierenden», drittens die «zeichnenden» und viertens die «verkörpernden» Gesten.
Quelle: NZZ, Grammatik der Gesten, 30.03.2008

Mal sehen, ob bei diesem Forschungsprojekt etwas herauskommt, was Hand und Fuss hat. Merkwürdig, dass in dem Artikel nicht auf Samy Molcho hingewiesen wird, der sich schon in den 80ern mit unserer Körpersprache auseinandersetzte, und von ihm stammt das folgende Zitat:

Was wir sind, sind wir durch unseren Körper. Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens. Jede innere Bewegung, Gefühle, Emotionen, Wünsche drücken sich durch unseren Körper aus.

Date: 14. März 2008
Cate: Text

Bücher gegen die Verblödung reichen nicht

Die FAZ schreibt in ihrem Artikel Bücher gegen die Verblödung u.a.

Alles schlottert im Zeichen von shock and awe, von Schrecken und Ehrfurcht, den die Standort-Propagandisten mit ihren Drohbotschaften verbreiten. Alles? Nein, eine Handvoll Neuerscheinungen in beinahe jedem kulturellen Sektor trotzt dem einfältigen Verwertungsgedanken, der ungeniert den Markt zur Weltanschauung erhebt und so auch dem Markt nicht guttut. In dieser Perspektive lenken die Debatten um Steuerskandale und Spitzengehälter nur ab von dem eigentlichen Skandal, der darin besteht, dass Wirtschaftslenker sich als Volkserzieher aufwerfen – begleitet von willigen Publizisten, die den nützlichen Idioten geben.
Quelle: FAZ, Bücher gegen die Verblödung, 13.03.2008

Allein Bücher gegen die Verblödung reichen nicht aus. Lesen alleine genügt nicht. Wir müssen auch den Verursachern die gesellschaftspolitische rote Karte zeigen. Mehr Kommunikation wagen!