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	<title>Text &#124; Design &#124; Code &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Menschen unternehmen Kultur</description>
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		<title>Sammelsurium am 30. August 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 06:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stanford Study of Writing &#8211; Langzeitstudie &#252;ber die Schreibpraxis und Entwicklung bei Stanford-Studenten Clive Thompson on the New Literacy &#8211; &#34;The modern world of online writing, particularly in chat and on discussion threads, is conversational and public, which makes it closer to the Greek tradition of argument than the asynchronous letter and essay writing of [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2009/08/31/sammelsurium-am-30-august-2009/">Sammelsurium am 30. August 2009</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://ssw.stanford.edu/index.php">Stanford Study of Writing</a> &#8211; Langzeitstudie &uuml;ber die Schreibpraxis und Entwicklung bei Stanford-Studenten</li>
<li><a href="http://www.wired.com/techbiz/people/magazine/17-09/st_thompson">Clive Thompson on the New Literacy</a> &#8211; &quot;The modern world of online writing, particularly in chat and on discussion threads, is conversational and public, which makes it closer to the Greek tradition of argument than the asynchronous letter and essay writing of 50 years ago.&quot;</li>
<li><a href="http://writetodone.com/2009/08/29/solved-the-outlining-vs-organic-writing-debate/">SOLVED: The Outlining vs. Organic Writing Debate</a> &#8211; Nach Gliederung oder frei Schnauze? Das ist die falsche Frage.</li>
<li><a href="http://diepresse.com/home/politik/alpbach/504884/index.do?_vl_backlink=/home/politik/index.do">Kreativit&auml;t: Begeisterung formt unser Hirn &laquo; DiePresse.com</a> &#8211; &quot;Es sei an der Zeit, die alte &bdquo;Ressourcen-Nutzungskultur&ldquo; durch einen neue &bdquo;Potenzial-Entfaltungskultur&ldquo; zu ersetzen. Doch was in der alten Kultur richtig war, wird in der neuen Kultur falsch sein. Wo sich kreatives Potenzial der Menschen entfalten soll, darf man nicht durch Druck und Angst effiziente Arbeit erzwingen.&quot;</li>
<li><a href="http://berufung-selbststaendig.de/2009/08/30/tolles-handbuch-der-rechtsratgeber-fur-existenzgrunder/">Tolles Handbuch: Der Rechtsratgeber f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder | Berufung selbstst&auml;ndig</a> &#8211; Ich unterschreibe jedes Wort.</li>
<li><a href="http://www.danisch.de/blog/2009/08/29/promotions-marchen-im-deutschlandfunk/">Danisch.de &raquo; Blog Archive &raquo; Promotions-M&auml;rchen im Deutschlandfunk</a> &#8211; Das ist eigentlich nur die Spitze des Eisbergs.</li>
</ul>
<p><a href="http://text-design-code.de/2009/08/31/sammelsurium-am-30-august-2009/">Sammelsurium am 30. August 2009</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Angst essen Seele auf oder Divide et impera</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 11:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Im DLF-Artikel Angst essen Seele auf berichtet Hans-Joachim Lenger wie die Medien die Furcht vor Migranten schüren. Was sich hier zuträgt, hat freilich seine Voraussetzungen. Schon seit geraumer Zeit wird etwa der Islam in jenes unheimliche Dunkel getaucht, das sich dann auf den einschlägigen Titelblättern des Spiegel ausbreitete. Anstatt Wissen zu verbreiten, gewann eine Politik [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2008/01/11/angst-essen-seele-auf-oder-divide-et-imp/">Angst essen Seele auf oder Divide et impera</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im DLF-Artikel <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/719876/">Angst essen Seele auf</a> berichtet Hans-Joachim Lenger wie die Medien die Furcht vor Migranten schüren.</p>
<blockquote><p>Was sich hier zuträgt, hat freilich seine Voraussetzungen. <strong>Schon seit geraumer Zeit wird etwa der Islam in jenes unheimliche Dunkel getaucht, das sich dann auf den einschlägigen Titelblättern des Spiegel ausbreitete.</strong> Anstatt Wissen zu verbreiten, gewann eine Politik der Stimmungen die Oberhand, die nunmehr ihren vorläufigen Tiefpunkt ansteuert. Scharfmacher möchten Wortführer werden. […] Der Schaden, den all das hinterlässt, ist beträchtlich. Aber nicht jene werden ihn zu tragen haben, die unablässig mit ihrer Verantwortung hausieren gehen. Dieser Schaden besteht in einer weiteren Verwahrlosung politischer Öffentlichkeiten wie in der Verschärfung von Konflikten, die angeblich eingegrenzt werden sollten. Stets lässt eine blinde ethnische Stigmatisierung die ethnische Wut nämlich noch wachsen, steigern die Rassismen sich gegenseitig.</p>
<p><strong>Am gravierendsten dürfte deshalb die Vermutung sein, dass all dies zielstrebig einkalkuliert worden ist.</strong><br />
<small>Quelle: DLF, <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/719876/">Angst essen Seele auf</a>, 06.01.2008 &#8211; [Hervorhebung von mir]</small></p></blockquote>
<p>Seit Jahren wird [nicht nur] in Deutschland nach dem Motto regiert: <strong>Divide et impera.</strong><br />
Mensch könnte es eher als Volksverhetzung bezeichnen, die dem schleichenden Abbau der Grund- und Bürgerrechte dient, ergo zur Abschaffung der Demokratie führt.</p>
<p>Davor sollte mensch Angst, besser Furcht, haben, nicht vor dem Rest. Denn der Rest ist eher ein Symptom und nicht die Ursache. Aber zur Ablenkung und zum Machterhalt scheint er ausreichend zu sein. Das meinen zumindest <em>elitäre Kreise</em>. <img src='http://text-design-code.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Ich denke nicht, dass diese Rechnung in Gänze aufgeht.</p>
<blockquote><p>Der Mensch bequemt sich ungern zum Denken. Wenn er aber damit beginnt, hört er nicht wieder auf.<br />
<small>Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)</small></p></blockquote>
<p>&#8230; es geht um Macht über Massen und um nichts anderes. Der Witz: <strong>Masse existiert nicht. Es muss dem einzelnen Menschen eingeredet werden, Masse zu sein.</strong><br />
Aber wer ist gern Masse heutzutage? <img src='http://text-design-code.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2008/01/11/angst-essen-seele-auf-oder-divide-et-imp/">Angst essen Seele auf oder Divide et impera</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Die Seuche Angst oder wie mensch zum &#8220;Schisser&#8221; wird</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 11:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun haben wir die Vorratsdatenspeicherung, aber sie ist kein Mittel gegen die Angst, sondern ein Mittel der Angst. Ich bin eben über Umwegen auf Karl Paweks Artikel Die Seuche Angst gestoßen und zitiere mal ausführlicher daraus. Lesen Sie aber den ganzen Artikel, er lohnt sich. Denn an der Befreiung von Angst ist nichts zu verdienen, [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2008/01/01/die-seuche-angst-oder-wie-mensch-zum-sch/">Die Seuche Angst oder wie mensch zum &#8220;Schisser&#8221; wird</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun haben wir die Vorratsdatenspeicherung, aber sie ist kein Mittel gegen die Angst, sondern ein Mittel der Angst. Ich bin eben über Umwegen auf Karl Paweks Artikel <a href="http://www.pawek.de/Die%20Seuche%20Angst.html" target="_blank">Die Seuche Angst</a> gestoßen und zitiere mal ausführlicher daraus. Lesen Sie aber den ganzen Artikel, er lohnt sich.</p>
<blockquote><p>Denn an der Befreiung von Angst ist nichts zu verdienen, weil kein potentieller Auftraggeber daran Interesse hat, im Gegenteil. Angst ist die ideale und billigste Voraussetzung, Herrschaft auszuüben. Ohne Angst vor der Hölle oder anderen Misslichkeiten gäbe es keine Religionen, ohne Angst vor Klimakatastrophen, Aids, Rinderwahn, Baumsterben, Supergau etc. ließen sich Menschen nicht auf berechenbare Wähler reduzieren. Angst vor dem Unbekannten, vor Arbeitsplatzverlust, vor Krankheiten (wie sie z. B. dem Passivrauchen angedichtet werden) hält die Menschen in Trab, lenkt sie ab von den wirklichen Problemen, Skandalen, macht sie gefügig. Angst gilt daher immer noch als probates Erziehungsmittel. Gruselgeschichten, Zeugnisnoten und Götter, die alles sehen, erfreuen sich ungeschmälerter Beliebtheit. Die Vorstellung von angstfreien Menschen lässt noch die kleinsten Herrscher in Familien, Schulen, Unternehmen erschauern, denn ohne die Angst ihrer Untertanen stünden sie nackt da und ihr Gehabe erschiene allen lächerlich. […] Angst zwingt Menschen, gegen ihre Bedürfnisse zu leben, um die Interessen der Herrschenden zu gewährleisten. Angst macht aus Arbeit, die durchaus sozial gewinnbringend der Selbstverwirklichung dienen könnte, eine für „Arbeitgeber“ genannte Ausbeuter profitable Verrichtung. Angst deformiert Lernen zur Anpassung, macht aus Liebe Bindung, lähmt die Neugierde und bringt die Menschen dazu, hinterherzuhasten statt voranzuschreiten. […] So richtig Duhms Nachweis ist, dass der Kapitalismus in Familie, Schule, Beruf Angst erzeugt, um sie profitabel nutzen zu können, wird die Überwindung des Kapitalismus nicht ausreichen, die Angst zu besiegen. Anders, als dies in den sozialistischen Staaten der Fall war, bedarf es dazu auch einer von der neuen Ideologie unabhängigen Aufklärung.</p></blockquote>
<p>Wer dadurch inspiriert mehr wissen will, sollte bei Monomas <a href="http://autismuskritik.twoday.net/">als ob leben?</a> andocken. Das Blog beschäftigt sich ausführlich mit den Deformationen des Menschen dank der systemischen Gegebenheiten und es ist eines meiner Lieblingsblogs der <em>neuen Aufklärung</em>. Denn es fordert nicht nur zum Nachdenken heraus. Es fordert unser Menschsein zu entdecken und auszuleben.<br />
<strong>Terror ist ohne Angst beider Seiten nicht denkbar.</strong> Über diese These sollte mensch mal nachdenken. In diesem Sinne lassen Sie sich 2008 nicht terrorisieren. <img src='http://text-design-code.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2008/01/01/die-seuche-angst-oder-wie-mensch-zum-sch/">Die Seuche Angst oder wie mensch zum &#8220;Schisser&#8221; wird</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Flut orwellscher W&#246;rter und Bilder</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 23:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt kaum einen besseren Ort als ein Krankenhausbett, um über die außergewöhnliche Flut orwellscher Wörter und Bilder nachzudenken, die über die Bild- und Druckmedien über uns hereinbricht, dazu gedacht, zu täuschen, zu verbergen und irrezuführen! Eric Hobsbawm Lesenswert ist Eric Hobsbawm 1995 erschienenes Buch Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Taschenbuch: 784 [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/19/flut_orwellscher_worter_und_bilder/">Flut orwellscher W&#246;rter und Bilder</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es gibt kaum einen besseren Ort als ein Krankenhausbett, um über die außergewöhnliche Flut orwellscher Wörter und Bilder nachzudenken, die über die Bild- und Druckmedien über uns hereinbricht, dazu gedacht, zu täuschen, zu verbergen und irrezuführen!<br />
<small>Eric Hobsbawm</small></p></blockquote>
<p>Lesenswert ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Hobsbawm">Eric Hobsbawm</a> 1995 erschienenes Buch <em>Das Zeitalter der Extreme</em>.<br />
Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts.<br />
Taschenbuch: 784 Seiten &#8211; Dtv (August 1998)<br />
ISBN-10: 3423306572<br />
ISBN-13: 978-3423306577 &#8211; 17,50 €</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/19/flut_orwellscher_worter_und_bilder/">Flut orwellscher W&#246;rter und Bilder</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Howard Zinn &#252;ber die Aufgabe der denkenden Menschen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 23:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nationen sind keine Gemeinschaften und waren es noch nie. Die Geschichte jedes Landes, die uns als Geschichte einer Familie präsentiert wird, verbirgt bittere Interessenkonflikte (die manchmal ausbrechen, meistens aber unterdrückt werden) zwischen Eroberern und Eroberten, Herren und Sklaven, Kapitalisten und Arbeitern, rassisch oder sexuell Dominierten und Dominierenden. Und in einer solchen Welt der Konflikte, einer [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/19/howard_zinn_uber_die_aufgabe_der_denkend/">Howard Zinn &#252;ber die Aufgabe der denkenden Menschen</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nationen sind keine Gemeinschaften und waren es noch nie. Die Geschichte jedes Landes, die uns als Geschichte einer Familie präsentiert wird, verbirgt bittere Interessenkonflikte (die manchmal ausbrechen, meistens aber unterdrückt werden) zwischen Eroberern und Eroberten, Herren und Sklaven, Kapitalisten und Arbeitern, rassisch oder sexuell Dominierten und Dominierenden. Und in einer solchen Welt der Konflikte, einer Welt von Opfern und Henkern, ist es, wie Albert Camus gesagt hat, die Aufgabe der denkenden Menschen, nicht auf der Seite der Henker zu stehen.<br />
<small>Howard Zinn</small></p></blockquote>
<p>Mehr bei <a href="http://waltpolitik.powerbone.de/herstory/ge_hzinn.htm">Radio Darmstadt</a> oder im deutschsprachigen <a href="http://casualfriday.typepad.com/zinn/">Weblog</a> über den Autor der <em>Geschichte des amerikanischen Volkes</em>. Zinns Geschichte passt gut zur <a href="http://www.kulturblog.de/privat_index.php/2007/11/11/wolfgang_reinhard_geschichte_der_staatsg">Geschichte der Staatsgewalt</a>.</p>
<blockquote><p>Der Ausdruck ‚gerechter Krieg’ ist in sich widersprüchlich. Krieg ist an sich ungerecht, und die große Herausforderung unsere Zeit ist, mit dem Bösen, der Tyrannei und der Unterdrückung zurecht zu kommen, ohne eine große Anzahl von Menschen zu töten.<br />
<small>Howard Zinn</small></p></blockquote>
<p>Howard Zinn in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Howard_Zinn">Wikipedia</a> und beim Verlag <a href="http://www.schwarzerfreitag.com">Schwarzer Freitag</a>.</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/19/howard_zinn_uber_die_aufgabe_der_denkend/">Howard Zinn &#252;ber die Aufgabe der denkenden Menschen</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>&#220;berwachungskameras beeinflussen das Verhalten</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 14:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Danisch.de berichtet Hadmut Danisch über seine Erfahrungen und Gedanken u.a. über IT, Sicherheit und Uberwachungskameras etwa wie hier: Überwachungskameras beeinflussen das Verhalten. Das ist ja deren erklärter Zweck. Es gibt positive Aspekte, unbestreitbar. Aber es gibt auch sehr negative, die wir noch nicht kennen und nicht abschätzen können. Wenn wir es merken, könnte es [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/02/uberwachungskameras_beeinflussen_das_ver/">&#220;berwachungskameras beeinflussen das Verhalten</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.danisch.de/blog/2007/12/02/englische-kamerauberwachung-pro-und-contra/">Danisch.de</a> berichtet Hadmut Danisch über seine Erfahrungen und Gedanken u.a. über IT, Sicherheit und Uberwachungskameras etwa wie hier:</p>
<blockquote><p>Überwachungskameras beeinflussen das Verhalten. Das ist ja deren erklärter Zweck. Es gibt positive Aspekte, unbestreitbar. Aber es gibt auch sehr negative, die wir noch nicht kennen und nicht abschätzen können. Wenn wir es merken, könnte es zu spät sein.<br />
Ich merke schon nach wenigen Tagen, wie Big Brother so ganz unterschwellig mein Verhalten verändert. Dabei bin ich gar keiner von den Kriminellen, von denen die Politiker immer sagen, daß sich die Kameras selbstverständlich nur gegen die richten.</p>
<p>Aber wie heißt es so schön (auch in England): Wer nichts zu verbergen hat, der habe auch nichts zu befürchten.</p>
<p>Das könnte sich als ganz schlimmer Irrtum erweisen. Vielleicht sollten wir uns davor fürchten, nichts mehr zu verbergen zu haben.</p></blockquote>
<p>Lesenswert!</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2007/12/02/uberwachungskameras_beeinflussen_das_ver/">&#220;berwachungskameras beeinflussen das Verhalten</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Rankism &#8211; W&#252;rde und der kleine Terror von nebenan</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2005 08:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rankism]]></category>

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		<description><![CDATA[In Rankism verweist Patrik Bock in der Telepolis vom 26.04.2005 auf die Studien des US-Soziologen Robert W. Fuller, der den gesellschaftlichen Machtmissbrauch und die Rangordnungskämpfen zwischen &#8220;Somebodies&#8221; und &#8220;Nobodies&#8221; analysiert. Rankism ist ein Phänomen, das sich in Krisenzeiten besonders stark manifestiert, und erklärt nicht nur den Terror der Individuen untereinander, sondern auch den Machtmissbrauch zwischen [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/21/rankism_wurde_und_der_kleine_terror_von/">Rankism &#8211; W&#252;rde und der kleine Terror von nebenan</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19973/1.html" target="_extern">Rankism</a> verweist Patrik Bock in der Telepolis vom 26.04.2005 auf die Studien des US-Soziologen Robert W. Fuller, der den gesellschaftlichen Machtmissbrauch und die Rangordnungskämpfen zwischen &#8220;Somebodies&#8221; und &#8220;Nobodies&#8221; analysiert. Rankism ist ein Phänomen, das sich in Krisenzeiten besonders stark manifestiert, und erklärt nicht nur den Terror der Individuen untereinander, sondern auch den Machtmissbrauch zwischen sozialen Gruppen, bis hin zum Krieg innerhalb von Gesellschaften und zwischen Nationen. Fuller zeigt mit Rankism deutlich, dass eine hierarchische Gesellschaft durch Machtmissbrauch, der soziale Degradierung ermöglicht, gefährdet ist.</p>
<p>Er sieht in Rankism die <i>Mother of &#8220;Isms&#8221;</i></p>
<blockquote><p>Alle bislang bekannten &#8220;Isms&#8221; sind nur die Köpfe einer Hydra; Rankism aber ist deren Herz und Körper. Wer Opfer von Rankism, einer sozialen Degradierung, wird, erleidet einen brutalen Angriff auf die eigene Würde. Die Opfer von Rankism gehen in die Abermillionen in Deutschland. Die offensichtlichsten sind die HARTZ-IV-Betroffenen, wie der im Oktober 2004 abgehaltene Soziologentag feststellte. <i>Fuller spricht im Rankism-Kontext von einer &#8220;Parade der Unsichtbaren&#8221;, die nicht mehr die Kriterien der gesellschaftlichen Relevanz erfüllen.</i></p></blockquote>
<p>Aber auch im beruflichen Alltag spiegelt sich Rankism wieder, etwa im Mobbing. Dass viele Arbeitnehmer lieber heute wie morgen ihren Arbeitsplatz wechseln würden, wie gestern in <a href="http://text-design-code.de/index.php/2005/04/26/85_prozent_deutscher_arbeitnehmer_unzufr/">her Arbeitnehmer unzufrieden</a> geschildert, das spricht Bände und zeigt auf, dass nicht nur eine Kritik am Kapitalismus notwendig ist, sondern auch eine fundamentale Gesellschaftskritik.</p>
<ul>
<li>Was ist MenschSein?</li>
<li>Was ist konkret unter Menschenwürde zu verstehen?</li>
<li>Wie muss eine Gesellschaft gestaltet sein, dass der einzelne Mensch in Würde leben kann?</li>
</ul>
<p><strong>Somebodies and Nobodies</strong><br />
Overcoming the Abuse of Rank<br />
Robert W. Fuller<br />
TB (englisch) &#8211; 208 Seiten &#8211; New Society Publishers &#8211; 04/2004<br />
ISBN: 0865714878 &#8211; etwa 15 Euro</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/21/rankism_wurde_und_der_kleine_terror_von/">Rankism &#8211; W&#252;rde und der kleine Terror von nebenan</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Zweifel an der Macht der Reformen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2005 10:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Zeit lese oder höre ich]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Marilyn French]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[So führt sie [die Industrie] gegenwärtig eine massive Kampagne für die Beschränkung staatlicher Macht und die Beschneidung staatlicher Aufgaben. Insbesondere ist sie bestrebt, die mit der Aufsicht über die Industrie beauftragten staatlichen Instanzen möglichst machtlos zu halten und die Sozialgesetzgebung zu sabotieren. Sie hat es darauf abgesehen, dem in der Einkommenshierarchie im untersten Fünftel angesiedelten [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/21/zweifel_an_der_macht_der_reformen/">Zweifel an der Macht der Reformen</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>So führt sie [die Industrie] gegenwärtig eine massive Kampagne für die Beschränkung staatlicher Macht und die Beschneidung staatlicher Aufgaben. Insbesondere ist sie bestrebt, die mit der Aufsicht über die Industrie beauftragten staatlichen Instanzen möglichst machtlos zu halten und die Sozialgesetzgebung zu sabotieren. Sie hat es darauf abgesehen, dem in der Einkommenshierarchie im untersten Fünftel angesiedelten Teil der Bevölkerung, den Ärmsten der Armen, die staatliche Unterstützung zu streichen, fordert jedoch selbst in Notlagen kräftige staatliche Protektion. Herman vertritt die Auffassung, diese Doppelstrategie ziele bewußt darauf ab, den Staat zu diskreditieren und seine Autorität zu schmälern. Umgekehrt blieben die Versuche des Staates, die Industrie zu kontrollieren, weitgehend erfolglos.<br />
…<br />
Industrievertreter besitzen oder beeinflussen einen großen Teil der Massenmedien und haben gelegentlich selbst als Minister oder Staatsbeauftragte Anteil an der Regierungsmacht.<br />
…<br />
Kraft ihrer Macht nicht nur über die Medien, sondern auch über scheinbar von Staat und Industrie unabhängige Institutionen propagieren sie die unsere gesamte Gesellschaft prägende Ideologie des &#8220;Heils durch Profit und Wachstum&#8221;.</p></blockquote>
<p>Wann, denken Sie, wurden diese Aussagen gemacht? 2005, 2000 oder …? Ihre Aktualität weist darauf hin, oder?<br />
<span id="more-1247"></span><br />
Aber Sie gehen völlig fehl. Wiederentdeckt habe ich sie in Marilyn French <strong>Jenseits der Macht</strong>. Ein Buch, das 1985 veröffentlicht wurde, und das den kritischen Zustand unserer Zivilisation beschreibt, lange bevor an attac gedacht wurde.</p>
<p><strong>Jenseits der Macht</strong> ist ein Klassiker, der sich auf knapp 1000 Seiten mit Machtgier, der Zerstörung unserer moralischen und humanen Wertordnung, den totalitären Strukturen und Tendenzen, Umweltzerstörung auseinander setzt. Marilyn French weist nach, dass die hierarchische Gesellschaftsordnung weder die natürliche noch die unvermeidliche Organisationsform der Menschen ist.</p>
<p>Ein weiteres zeitloses Zitat, das die Intentionen von Unterstützungsprogrammen und Sozialmaßnahmen aufzeigt:</p>
<blockquote><p>Natürlich bleiben bestimmte Gruppen auch weiterhin unterstützungswürdig: die Alten z.B., die körperlich und geistig Behinderten, die Mütter kleiner Kinder. Diesen wird auch weiterhin Unterstützung gewährt, aber unter Bedingungen, die so erniedrigend sind und einer Bestrafung gleichkommen, daß &#8220;unter der arbeitenden Bevölkerung Angst vor dem geschürt wird, was sie erwartet, sollten sie ganz an den Bettelstab geraten. Die entwürdigende Behandlung derer, die keine Arbeit haben, wertet im Kontrast dazu selbst die niedrigsten Arbeiten zu den niedrigsten Löhnen auf&#8221;. So sind die Intentionen, die hinter den Sozialmaßnahmen stecken, keineswegs humanitärer Natur. Diese Programme fungieren als Damm gegen eine Armut, die tödliche Ausmaße annehmen könnte, und zwar gewiß nicht aus Betroffenheit darüber, daß Menschen sterben müssen, sondern aus Angst vor dem Aufbegehren der Lebenden. Auch sie sind letztlich Mechanismen sozialer Kontrolle, nicht Ausdruck öffentlichen Eingeständnisses, mit dem die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft und die Notwendigkeit zeitweiliger Unterstützungsmaßnahmen, die den Stolz und die Eigenständigkeit der Betroffenen unangetastet ließen, anerkannt wird.</p></blockquote>
<p>Das obige Zitat belegt die These, wieweit kann Macht ihren Einfluss ausweiten, ohne dass sie selbst bedroht wird. Letztendlich scheint es um die maximale soziale Kontrolle durch die Macht bei geringstem finanziellem Aufwand &#8211; auch weltweit &#8211; zu gehen. Erreicht werden kann dies etwa durch die</p>
<ul>
<li>Festschreibung der Armut durch minimale Unterstützung und deren Entzug bei geringsten selbst erreichten Einkommen der Armen.</li>
<li>Androhung von Repressalien, wenn Menschen sich verweigern.</li>
<li>Disziplinierung und subtile Bedrohung der arbeitenden Bevölkerung durch das Vorhandensein einer ärmeren Schicht, die noch unterhalb des Menschenwürdigen vegetiert &#8211; chancenlos und marginalisiert.</li>
</ul>
<p>Es liegt nahe, dass die von allen Parteien mehr oder wenige getragene deutsche [Re]formpolitk offensichtlich dieselben Ziele gegenüber geringen Machteinfluss habenden Menschen verfolgt, wie sie in den USA und anderswo zugunsten Weniger schon zementiert wurden und weiterhin forciert werden.</p>
<p>Marilyn French machte schon 1985 in <strong>Jenseits der Macht</strong> deutlich:</p>
<blockquote><p>Die Kosten für die Festschreibung der Armut tragen die Steuerzahler, nicht die Konzerne, zu deren Nutzen die Klasse dieser Armen geschaffen und in Ghettos gepfercht wurde. Die Großunternehmen jammern häufig, der von ihnen geschaffene Reichtum würde von der Regierung (über die Steuern) abgeschöpft, um in staatliche Wohlfahrtsprogramme zu fließen und auf diese Weise den Faulen und Untüchtigen zugute zu kommen. In Wahrheit verhält es sich genau umgekehrt. Der Staat fungiert, wie Michael Harrington es ausdrückt, als &#8220;Milchkuh&#8221;. Die Konzerne können in aller Freiheit ihre zuweilen riesigen Profite einstreichen, während der Staat (also auch alle Steuerzahler) sich wie eine geduldige Milchkuh melken läßt, Investitionsrisiken übernimmt und die zerstörerischen sozialen Folgen der blindwütigen Politik der Konzerne auffängt, ohne über ein wie auch immer geartetes Mitspracherecht bei Entscheidungen über solche Investitionen oder über eine Beteiligung an den Profiten zu verfügen.</p></blockquote>
<p>Wenn Menschen nur noch als Milchkühe im negativsten Sinne betrachtet werden, dann liegt Machtmissbrauch um der Macht willen nahe.<br />
Es steht aber fest, dass Macht um der Macht willen einzelne Menschen, ganze Gesellschaften korrumpiert, sie erodieren lässt und demokratische Strukturen ad absurdum führt. Am Ende geht dies in ein totalitäres Gesellschaftssystem über, das den meisten Menschen kein Leben mehr in Würde zulässt. Das ist eine Erkenntnis, die der Leser, die Leserin nach <strong>Jenseits der Macht</strong> gewinnt und Belege finden sich in der Geschichte zuhauf wieder.</p>
<p>Eine weitere Erkenntnis ist, dass eine Kapitalismuskritik, die nur das Profitdenken anprangert, nicht zum Kern vordringt. Profitdenken ist eher eine Wirkung als eine Ursache. Das Problem der Industrienationen ist nicht die Verteilung der Produktionsmittel, sondern die Unmöglichkeit angesichts der industriellen Produktionsverhältnisse menschliche Werte aufrechtzuerhalten. Darauf wies schon Hazel Henderson vor Jahrzehnten hin. Menschen zweifeln immer stärker daran, ob die Strukturen und Werte ihrer Gesellschaft mit den menschlichen Bedürfnissen und Wünschen oder auch nur mit den offiziell verkündeten Werten harmonieren. Dass daraus Politikverdrossenheit, faschistische oder andere extreme Strömungen, wie etwa Terrorismus entstehen können, das gehört zum kleinen Einmaleins der Geschichte.</p>
<p><i>Eine gerechtere Verteilung aller lebenswichtigen Güter ist notwendig, aber diese Güter erschöpfen sich nicht in Geld und Konsumartikel, sondern schließen auch Gemeinschaftsgefühl, Sicherheit und Wohlbefinden ein.</i></p>
<p>Kein heutiges kapitalistisches System kann diese Gerechtigkeit herstellen, denn der Begriff Freiheit wird nur noch materialistisch gedacht. Viele Begriffe aus der Aufklärung werden nicht mehr in ihrer Qualität erkannt und gefordert, sondern werden reduziert auf ihre Quantifizierbarkeit und so instrumentalisiert im Dienste der Macht.</p>
<p>Zwei Jahrzehnte nach Erscheinen <strong>Jenseits der Macht</strong> lässt sich erkennen, dass die Menschheit noch keinen großen Schritt weitergekommen ist. Zwar gibt es attac, Greenpeace und viele weitere NGOs, die versuchen Gegenöffentlichkeit gegenüber den vorherrschenden Machtverhältnissen von Konzernen und Regierungen herzustellen, aber zum Kern dringen nur wenige vor: <strong>Eine von Machtmythen und Hierarchien geprägte Menschheit bietet den meisten Menschen kein menschenwürdiges Leben.</strong><br />
Die Welt ist von Macht, Kontrolle und Status geprägt, in einem Ausmaß mehr als je zuvor. Insofern hat Robert W. Fuller Recht: <a href="http://www.kulturblog.de/privat_index.php?title=rankism_wurde_und_der_kleine_terror_von">Rankism ist die Ursache</a>. Wobei er die Machtverhältnisse nicht abschaffen möchte, sondern sie eher legitimiert und von den Menschen, der Masse indirekt eine Anerkennung derselben fordert.<br />
Das hieße aber eine Fortführung des Mythos Macht und nicht eine Welt jenseits der Macht, wie sie von sozialen Bewegungen gefordert wird.</p>
<p><strong>Jenseits der Macht</strong><br />
Frauen, Männer und Moral<br />
Marilyn French<br />
TB &#8211; 991 Seiten &#8211; rororo &#8211; 2002<br />
ISBN: 3499184885 – 9,90 Euro – scheinbar vergriffen</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/21/zweifel_an_der_macht_der_reformen/">Zweifel an der Macht der Reformen</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Die einsame Masse</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Dec 2006 18:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen fiel mir ein Buch in die Hände: David Riesman „Die einsame Masse“. Es erschien 1950 in den USA und 1958 in Deutschland. Es ist eines der wenigen Bücher, die sich mit dem Begriff Masse auseinandersetzen. Zwei andere bekannte Bücher sind Jose Ortega y Gasset Der Aufstand der Massen und Elias Canetti Masse [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/08/die_einsame_masse/">Die einsame Masse</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen fiel mir ein Buch in die Hände: David Riesman „Die einsame Masse“. Es erschien 1950 in den USA und 1958 in Deutschland. Es ist eines der wenigen Bücher, die sich mit dem Begriff Masse auseinandersetzen. Zwei andere bekannte Bücher sind Jose Ortega y Gasset <em>Der Aufstand der Massen</em> und Elias Canetti <em>Masse und Macht</em>. Was mich an Riesman faszinierte, war seine Analyse der Menschentypen, die er mit den drei Bevökerungszuständen verband, die er wiederum drei Gesellschaftsformen zuordnet. Riesman geht hierbei von drei Zuständen aus:</p>
<ul>
<li>hoher Bevölkerungsumsatz (vorindustrielle Gesellschaftsform) </li>
<li>Bevölkerungsvermehrung (Bevölkerungswelle) (beginnende industrielle Gesellschaftsform) </li>
<li>Bevölkerungsschrumpfung (industrielle Gesellschaftsform)</li>
</ul>
<p>Analog ordnete er drei Typen von Charakteren den einzelnen Bevökerungszuständen zu:</p>
<ul>
<li>traditions-geleitet = hoher Bevölkerungsumsatz</li>
<li>innen-geleitet = Bevölkerungswelle </li>
<li>außen-geleitet = Bevölkerungsschrumpfung</li>
</ul>
<p>Ich habe hier seine Idealcharaktere beschrieben. Er selbst weist ständig darauf hin, dass es diese Idealcharaktere nicht gäbe, sondern dass jeder Mensch ein &#8220;Cocktail&#8221; davon sei. So geht er davon aus, dass durchaus aus dem außen-geleiteten Menschen der autonome Mensch am Entstehen ist, dem es gelänge zu differenzieren:</p>
<blockquote><p>Die Idee, daß die Menschen frei und gleich geschaffen sind, ist wahr und zugleich irreführend: die Menschen sind verschieden geschaffen und sie verlieren ihre soziale Freiheit und ihre individuelle Autonomie, wenn sie versuchen, einander gleich zu werden.<br />
<small>Quelle: David Riesman, Die einsame Masse, 1972, S.320</small></p></blockquote>
<p>Kritisch rezipiert ist Riesmans Buch vor allem lesenswert, weil er schon Ende der Vierziger die Entwicklung in den Industriestaaten vorhersah und anmahnte, sich um diejenigen zu kümmern, ihnen Chancen zu bieten, die durch die fortschreitende Automatisierung ihre Arbeit verlören. Er warnte auch vor der eventuell eintretenden Situation, dass sich Entrüstete, so nennt er Moralisten, mit politisch Gleichgültigen verbänden.</p>
<blockquote><p>Wenn es daher den Entrüsteten zu irgendeinem Zeitpunkt gelingen sollte, sich mit den Gleichgültigen zu verbinden, so kann das zu einem erheblichen Machtzuwachs der Entrüsteten führen. Im Innern kann die Entrüstung aus dem Reservoir an Nationalismus und Fremdenhaß der unteren Schichten schöpfen. In den äußeren Beziehungen kann die Empörung auf eine Gegenempörung stoßen, und die Übereinstimmung der Entrüsteten mit den zeitweilig aufgerüttelten Gleichgültigen könnte scheinbar vollendete Tatsachen für die Toleranten schaffen. Im Unterschied zu denen, die tolerant aus innen-geleiteten Grundsätzen sind, haben die toleranten Informationssammler aber gelernt, eine vollendete Tatsache als solche anzuerkennen und sich ihr nicht zu widersetzen.<br />
<small>Quelle: David Riesman, Die einsame Masse, 1972, S.217f.</small></p></blockquote>
<p>Er warnt hier praktisch vor einem tolerierten bzw. zugelassenem Faschismus, der innerhalb der USA trotz Demokratie sich entwickeln könnte. Angesichts der derzeitigen weltpolitischen Situation kann seine damalige Analyse, die sich aus den Erfahrungen des II.Weltkrieges und des Nazionalsozialismus speiste, als geradezu hellsichtig für das beginnende 21.Jahrhundert gesehen werden. Als ob Geschichte den Zwang hätte sich zu wiederholen, wenn auch zunächst in einem anderen Land, wo man es zunächst nicht für möglich hielte.</p>
<p><em>Anmerkung:</em> Informationssammler sind eine andere Bezeichnung Riesmans für außen-geleitete Menschen.</p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2006/12/08/die_einsame_masse/">Die einsame Masse</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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		<title>Barbara Ehrenreich:  Arbeit poor &amp; Qualifiziert und arbeitslos</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Apr 2006 09:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Troßmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Rezension aus September 2001, die ich wegen Andrés Kommentar aus meinem Textarchiv gefischt habe. Ihr aktuelles Buch Qualifiziert und arbeitslos beschäftigt sich mit dem arbeitslosen Mittelstand. Barbara Ehrenreich: Arbeit poor Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel. Ein Spruch, den jeder kennt. Die Niedriglohnjobs in den USA und auch bei uns in Deutschland lassen [...]<p><a href="http://text-design-code.de/2006/04/11/barbara_ehrenreich_arbeit_poor_und_qualifiziert_arbeitslos/">Barbara Ehrenreich:  Arbeit poor &amp; Qualifiziert und arbeitslos</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Rezension aus September 2001, die ich wegen <a href="http://www.kulturblog.de/privat_index.php?p=1093=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1#comments">Andrés Kommentar</a> aus meinem Textarchiv gefischt habe. Ihr aktuelles Buch <i>Qualifiziert und arbeitslos</i> beschäftigt sich mit dem arbeitslosen Mittelstand.</p>
<p><strong>Barbara Ehrenreich:  Arbeit poor</strong><br />
<strong>Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel.</strong> Ein Spruch, den jeder kennt. Die Niedriglohnjobs in den USA und auch bei uns in Deutschland lassen sich aber treffend damit umschreiben. War es vor Jahrzehnten etwa noch in Deutschland möglich, dass ein Job der Familie einen ausreichenden Lebensstandard sichern konnte, geht das heute schon gar nicht. Das Minimum ist ein 630 Mark-Job oder eine Halbtagsstelle für den Partner. Die Kinder bleiben hier neben vielem anderem auf der Strecke, wenn sie nicht auch schon jobben, um im Konsumkarussell mitzufahren oder ihre ersten Schritte im weiten Feld der Kriminalität gehen &#8211; etwa als Schutzgelderpresser in der Schule.</p>
<p>USA als Trendsetter im Niedriglohnbereich weist uns den Weg. Ein Job allein genügt nicht, es müssen mehr sein, um über die Runden zu kommen. Gestrichene Sozialleistungen, gestiegene Mieten, längere und dadurch teure Anfahrtszeiten zur Arbeit, falls man sie noch so nennen kann, usw. führen immer mehr in eine Armutsspirale, die sozialen und gesellschaftlichen Zündstoff birgt. Schweigen wir auch nicht über die mangelnden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Schichten, die eigentlich wie der Dritte Stand in der Französischen Revolution jetzt laut die Frage stellen sollten: Wer sind wir? Wir sind die, die die Gesellschaft am Leben erhalten. Gerade die am wenigsten verdienen, zahlen die meisten Steuern und haben die geringsten Möglichkeiten aus diesem Hamsterrad aus eigener Kraft zu entkommen. Die Mittelklasse etwa existiert kaum noch in den USA und auch hier in Deutschland werden wir sie in einigen Jahren nicht mehr haben, wenn weiterhin das Credo propagiert wird: Mehr Wachstum durch Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung ins Ausland.</p>
<p>Barbara Ehrenreich arbeitete monatelang als Niedriglohn-Jobberin im Dienstleistungssektor und beschreibt in Arbeit poor die Situation der Niedriglohn-JobberInnen, deren Arbeitsbedingungen und Lebenssituation in den USA. Sie stellt fest: Noch funktionieren die Methoden der Repression durch die öffentliche Meinung, dem Staat und den Arbeitgebern, aber ihr Fazit lässt die Frage offen: Wie lange noch?<br />
Horst Afheldt zeigt im Nachwort: Die Erfahrungen und Erkenntnisse sind durchaus auf die BRD übertragbar. Anders formuliert: Je mehr Niedriglöhne von der Gesellschaft zugelassen werden, um so eher verlieren Staat und Gesellschaft ihren Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft in den einzelnen Staaten und auch weltweit. Die negativen Folgen liegen auf der Hand: Rezession, soziale Unruhen und eine zerstörte Umwelt.</p>
<p><strong>Buchtipps</strong><br />
<strong><i>Arbeit poor</i></strong><br />
Unterwegs in der Dienstleistungsgesellschaft<br />
Barbara Ehrenreich<br />
gebunden &#8211; 280 S. &#8211; Antje Kunstmann Verlag<br />
ISBN 3-88897-283-3 &#8211; antiquarisch</p>
<p><strong><i>Qualifiziert und arbeitslos</i></strong><br />
Eine Irrfahrt durch die Bewerbungswüste<br />
Barbara Ehrenreich<br />
Gebundene Ausgabe &#8211; 253 Seiten &#8211; Kunstmann &#8211; 03/2006<br />
ISBN: 3888974364 &#8211; 19,90 Euro</p>
<p><strong>Rezensionen zu <i>Qualifiziert und arbeitslos</i></strong>:<br />
taz, 16,03.2006, <a href="http://www.taz.de/pt/2006/03/16/a0029.1/text" target="_extern">Vom Millionär zum Tellerwäscher</a><br />
<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/23785.html" target="_extern">Perlentaucher über Barbara Ehrenreich</a><br />
Jungle World, 05.04.2006, <a href="http://jungle-world.com/seiten/2006/14/7518.php" target="_extern">Sei immer nett zum Gemüsehändler!</a></p>
<p><a href="http://text-design-code.de/2006/04/11/barbara_ehrenreich_arbeit_poor_und_qualifiziert_arbeitslos/">Barbara Ehrenreich:  Arbeit poor &amp; Qualifiziert und arbeitslos</a> ist ein Beitrag in <a href="http://text-design-code.de">Text | Design | Code</a> und unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</p>
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