Schlagwort Faschismus

24. März 2010
Was mich bewegt
 
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Das Urteil heutiger Mitläufer über gestrige Mitläufer

Heftige Lektüre am frühen Morgen, aber lesenswert.

Du bist kein Relikt von damals – nicht ausschließlich jedenfalls. Du bist ein lebendes, noch lebendes, dahinvegetierendes Musterexemplar von Unmenschlichkeit. Zwar stirbst du, aber dein mitläuferischer Geist, deine Mordbereitschaft, deine Unbedachtheit, sie werden weiterleben; in Massengesellschaften, in denen Dienstorder und Gesetze mehr zählen als die Menschlichkeit, völlt sich der unmenschliche Geist wie die Made im Speck. Dort kann der billige Hanswurst skrupellose Karriere machen – dort zeigt sich die erstaunliche Abgeschmacktheit des Bösen. Ein Hanswurst, der Mahnung ist: denn jeder Pogrom, jede Verfolgung, jeder Massenmord: er beruht auf dem seichten Mitläufer, dem devoten Hofzwerg – ohne ihn bliebe das Verbrechen überschaubarer. Du stirbst in Kürze, aber dein Typus, er ist stets in Mode, wird auch in dreißig Jahren auf die eine oder andere Weise très élégant sein.
ad sinistram, Du wurdest verführt, sie werden verführt, 24.03.2010

Und irgendwann werden die geistigen Brandstifter zu ihrer eigenen Entlastung sagen: Sie wollten das, nicht wir!

Sammelsurium zwischen 2. September 2009 und 6. September 2009

  • 69th Bomb Squadron reactivates at Minot AFB – Das ist sehr beunruhigend.
  • Süchtig nach Alpträumen « Geheimrätin’s Blog – Angst essen Seele auf und machen willig
  • ad sinistram: Den Tätern auf der Spur – Diese Dokusoaps und Serien sind das Allerletzte. Einfach asozial in ihrem Weltbild.
  • Telepolis pnews: CDU von Grauen Wölfen unterwandert?
  • Lost Paradise – "Olga, eine junge Journalistin aus Kiew, erinnert sich an eine paradiesische Kindheit: sie lebte in Pripyat, einer jungen Stadt voller Kinder, Pilze und Blumen. Der einzige Haken: Pripyat liegt direkt neben dem Reaktor von Tschernobyl. Mit acht Jahren wurden Olga und ihre Familie evakuiert. 22 Jahre später kehrt sie gemeinsam mit ihrem brasilianischen Ehemann zurück an den Ort ihrer Kindheit, der heute eine Geisterstadt ist. Ein Film über den Verlust von Heimat, die zweite Generation nach Tschernobyl und die Frage, ob man Gänseblümchen heute wieder essen kann?"
  • Keine Kompromisse | RIB video – "»Jede Minute stirbt ein Mensch durch eine Waffe, in dieser Minute werden weltweit 15 neue Waffen gebaut.« Mit Waffen lässt sich eine Menge Geld verdienen. Mhh… eigentlich keine schlechte Idee. Schließlich ist die Rüstungsindustrie gerade auch in Deutschland eine expandierende Branche mit Zukunftssicherheit. Neben großen und bekannten Unternehmen wie DaimlerChrysler oder Thyssen Krupp verdienen über 1000 deutsche Unternehmen ihr Geld mit »wehrtechnischen« Produkten. Keine Kompromisse ist ein Film, der sich auf die Suche nach der ethischen Vertretbarkeit einer solchen Produktion begibt. Ist eine Waffenproduktion in Deutschland moralisch vertretbar, nur weil sie durch Gesetzesseite geduldet und damit politisch akzeptiert ist?"
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