Schlagworte Coaching

Date: 06. Februar 2008
Cate: Code

Nicht immer ist drin, was drauf steht

Vor zwei Jahren nahm das Open Source Center (OSC) des nationalen Geheimndienstchefs (DNI) der USA seine Arbeit auf. […] Wer bei dem Begriff “Open Source” in dem Namen der Behörde an freie oder quelloffene Software denken sollte, liegt falsch: Die CIA will sich neuen Möglichkeiten anpassen und vermehrt die legal zugänglichen Datenquellen nach brauchbaren Informationen durchstöbern. Das Ziel der neuen, aufgrund der mangelhaften Geheimdienstarbeit geschaffenen Behörde ist es, auch die offen zugänglichen Datenquellen nach brauchbaren Informationen gemäß der Devise zu durchstöbern, dass nicht nur gestohlene Informationen wertvoll sein können.
Quelle: heise news, Das Web 2.0 als Informationsquelle für US-Geheimdienste, 06.02.2008

Ein Kommentator wirft einen visionären Blick auf Web 3.0 á la Geheimdienst und meint:
Web 3.0 wird jedem Webauftritt eine genormte Schnittstelle zu den Geheimdiensten vorschreiben.
Zwei Fragen, die sich nicht nur heute wegen solcher Meldungen stellen: Gibt es Möglichkeiten für Firmen jenseits des Datensammelwahns ihren Kunden ein Web 2.0 bzw. später ein Web 3.0 zu bieten?
Und vor allem können Kunden diesen vertrauen?

Date: 09. Januar 2008
Cate: Code

Deutsche Unternehmen missbrauchen Kundendaten für Testzwecke

Das ist der Anfang einer heise news:

Laut einer Untersuchung des Ponemon-Instituts gefährden mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen vertrauliche Kundendaten, indem sie diese in Anwendungsstests oder bei der Softwareentwicklung benutzen. Sie sehen in den Daten eine kostengünstige Grundlage für Softwaretests. Im internationalen Vergleich bildet Deutschland damit das unrühmliche Schlusslicht. In anderen Länder kommen echte Daten erheblich seltener zum Einsatz: USA (69 Prozent), Großbritannien (58 Prozent) und Frankreich (43 Prozent).
heise news, Deutsche Unternehmen missbrauchen Kundendaten für Testzwecke, 08.01.2008 – [Hervorhebung von mir]

Bösartig könnte mensch die These aufstellen: Deutsche Unternehmen sind zu geizig für die notwendige Fantasie zur Erfindung von fiktiven Daten. Ich bin mal neugierig, wenn aus Kostengründen mal Daten in Deutschland verloren gehen und zwar in dem Ausmaß, wie es in Großbritannien geschah/geschieht. Das könnte bei der Vorratsdatenspeicherung nämlich durchaus passieren.