08. September 2009
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Uralter Ansatz rückt ins Bewusstsein

Ich war heute im Zuge meiner Minimalismus-Surftour bei John Maeda und entdeckte seine Gedanken in Form von STEM of an IDEA. STEM steht für “Science, Technology, Engineering, Math” und IDEA für “Intuition, Design, Emotion, Art”. Wie Maeda halte ich STEM für wichtig, aber es ist auch nach Maeda nur die eine Hälfte. Ähnliche Gedanken hegte ich vor etwa acht Jahren. Doch statt STEM nutzte ich den Begriff Fakten und meinte damit alle technischen, naturwissenschaftlichen und quantitativen Bereiche. Die andere Hälfte, die die Menschheit vor dem technokratischen und dadurch zerstörerischen Auswuchs schützt, ist die Intuition. Als Begriff umfasst das Wort nicht nur Intuition, sondern auch Gefühl, Design und Kunst ähnlich Schillers ästhetischer Erziehung des Menschen mit einem ordentlichen Schuss Zen.

Für dieses harmonische Zusammenspiel erfand ich damals den Begriff Faktuition, in Englisch factuition. Und obwohl der erschaffene Begriff mit den Fakten beginnt, ist Intuition nicht nachgeordnet, sondern spielt bei der Herangehensweise eine entscheidende Rolle. Ohne Intuition ist die Beurteilung der Fakten in ihren Auswirkungen nicht möglich. Für STEM, also für alle kommenden, zu erfindenden und zu entwickelnden Fakten braucht es Intuition, die Maeda IDEA nennt, damit die Welt eine lebenswertere und schönere Welt wird. Andernfalls wiederholt sich Technokratie auf einer höheren und darum noch zerstörerischen Entwicklungsebene für die Erde insgesamt.
Denn nicht das Entweder-Oder, sondern das Sowohl-Als auch wird eine lebensfreundliche und alle Bereiche umfassende Evolution der Menschheit ermöglichen.
Um es mit Maedas Worten zu sagen:

In this new century, whole-innovation will emerge naturally from the marriage of STEM together with IDEA.
John Maeda

… aber eigentlich ist es ein uralter Ansatz, der sich auch in der goldenen Regel ausdrückt.

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