Deutschland spart am unteren Ende der Gesellschaft vor allem bei älteren Menschen und bei Frauen
Laut Tagesspiegel stellte eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung [IAB], die sich mit den finanziellen Folgen der Hartz-IV-Reform für Langzeitarbeitslose beschäftigt, fest, dass bei der Umstellung vor allem ältere Menschen und Frauen ihren Anspruch auf ALG II verloren.
Insgesamt verloren 15 Prozent der Ende 2004 rund zwei Millionen Bezieher von Arbeitslosenhilfe durch die Reform ihren bisherigen Anspruch vollständig. 200.000 davon durch die geänderten Rechtsansprüche. Übrigens verschwanden diese dann auch peu á peu aus der Arbeitslosenstatistik, der wohl am erfolgreichsten verfälschten deutschen Statistik neben der Inflationsstatistik.
Interessant ist auch der letzte Absatz des Artikels:
Bei denen, die statt Arbeitslosengeld nun ALG II bezogen, hat sich die Einkommenssituation nur geringfügig verschlechtert. Der Verlust gegenüber 2004 habe danach im Schnitt 16 Euro im Monat betragen, heißt es in der Studie. Statt 608 waren es 592 Euro pro Kopf – unter Berücksichtigung der Personenzahl im Haushalt. Damit lägen die Empfänger allerdings deutlich unter der definierten Armutsschwelle, betonten die IAB-Forscher. Im Jahr 2005 betrug die pro Kopf immerhin 708 Euro.
Quelle: Tagesspiegel, Kein Anspruch, 09.12.2007
Die IAB-Studie stellt also auch fest, dass insgesamt am unteren Ende der Gesellschaft massiv eingespart wurde. Wem dies nütze? Eine rein rhetorische Frage!
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