Die Lüge über weniger Menschen, die von einem Dollar täglich leben, aber weniger als zwei Dollar haben
Die Weltbank meint laut Wikipedia, dass wenn man die Armutsgrenze bei zwei US-Dollar pro Tag zieht, gelten insgesamt 2,7 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung als arm.
Und was sind heute zwei Dollar?
Der Dollar hat in den vergangenen drei Jahren gegenüber einem Korb anderer Währungen mehr als ein Drittel seines Wertes eingebüßt.
Quelle: Handelsblatt, Für eine Hand voll Euro?, 18.11.2007
Demgegenüber steht die Forbes-Liste der Milliardäre von 2007, die zeigt,
wie sich der Reichtum in der Welt immer mehr konzentriert. Die fast 1.000 Milliardäre konnten 35 % mehr Vermögen auf sich konzentrieren als die Milliardäre des Vorjahres, nämlich die unglaubliche Zahl von umgerechnet 2,7 Billionen Euro. Wer das nachvollziehen will, muß in deutsche Nettolöhne und -gehälter umrechnen. Alle 37 Millionen deutschen Arbeitnehmer zusammen müßten 4,4 Jahre ihr gesamtes Arbeitseinkommen sparen, um den Wohlstand von weniger als 1.000 Menschen aufzutürmen.
Joachim Jahnke, Kein Ende der Geschichte sondern immer neue Krisen
Im Gegensatz zu 2,7 Milliarden Menschen könnten sich die deutschen Arbeitnehemer direkt noch als reich bezeichnen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Forbes-Liste pervers und obszön ist. Viel wichtiger als ein Grundeinkommen, wäre die weltweite Forderung nach einem Maximaleinkommen und eine tabulose Debatte über Sinn und Zweck der menschlichen Erfindung Geld samt Zinsen!
Kleiner Nachschlag: Die Sonnenseite des Kapitalismus
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