21. Juni 2007
Was mich bewegt
 
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Wirtschaftszyklen und ihre gesellschaftlichen Folgen

Egon W. Kreutzer schreibt in Das Ende ist nahe! u.a.:

Was das Reden vom Aufschwung angeht, so kann ebenfalls überhaupt nicht bezweifelt werden, dass, seit Frau Merkel das Amt des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland innehat, immer weniger Arbeitslose gezählt werden – im Mai 2007 nur noch 3,8 Millionen – und dass die Bundesanstalt für Arbeit immer weniger Geld für Arbeitslose ausgibt.

Seltsamerweise haben aber im Mai 2007 insgesamt 6,458 Millionen Menschen Arbeitslosengeld bezogen.

Da erhalten also 2,65 Millionen Menschen Arbeitslosengeld, die beim Zählen nach den neuen Regeln des statistischen Aufschwungs einfach übersprungen worden sind. Und damit niemand glaubt, diese 6,458 Millionen wären schon das Ende der Fahnenstange: Weitere 2 Millionen erhielten im Mai 2007 Sozialgeld, das sind diejenigen, die weder als arbeitslos, noch als erbwerbfähig gezählt werden, aber trotzdem Geld brauchen, das sie sich nicht selbst verdienen können.

Aber vor allem beschreibt er sehr klar und deutlich, in welche Richtung sich die Regierungspolitik bewegt: Weg von Demokratie, hin zur Unterdrückung.

Man hat den Eindruck, die Regierung und die sie beeinflussenden Ratgeber und Lobbyisten legen es darauf an, herauszufinden, wie weit sich die Zustände noch in Richtung Feudalismus verschieben lassen, bevor ernsthafter Widerstand aufsteht – und man hat den Eindruck, dass sich Regierung und Ratgeber und Lobbyisten sicher sind, jeden denkbaren Widerstand mit den ihnen verfügbaren Mitteln niederhalten, oder niederschlagen zu können – gerade so, als hätte es den 17. Juni 1953 nicht gegeben.

… als ob es noch nie Revolutionen, Aufstände oder Bürgerkriege gegeben hätte, die sich einem antisozialen Verhalten und Handeln von Verantwortlichen entgegengestellt hätten. Die Geschichte ist voll davon!
Wobei mir die ’89 am meisten behagt. Allerdings wurden selbst da die Weichen falsch gestellt. In dem Sinne ist ’89 noch nicht abgeschlossen.

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