17. Oktober 2006
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Wahnsinn der Normalität

um es klipp und klar zu sagen: diese leute sind mittäter und -täterinnen – anders lässt sich die entschuldigende akzeptanz oder gar rechtfertigung der a-sozialen und im schlimmsten sinne des wortes unmenschlichen zustände nicht benennen. in d-land ließe sich auch zusätzlich sagen: sie sind genauso gewollt-ungewollt bösartig wie ihre vorfahren im nationalsozialismus.
Quelle: als-ob-leben ?, notiz: der wahnsinn der normalität, 17.10.2006

Diese Notiz ist bei als-ob-leben ? vollständig zu lesen und das kann ich nur empfehlen. Das obige Zitat bezieht sich auf den ZEIT-Artikel Die Große Mauer des Kapitals
.
Bei den dortigen Kommentaren bezieht sich einer auf Malthus, verweist auf das hemmungslose Wachstum der Menschheit. Ein weiterer Kommentator stellt eine provokante These auf, die durchaus ein Körnchen Wahrheit enthalten könnte. Ein Anderer spricht zwischen den Zeilen die [un]heilvolle Rolle mancher NGOs an. Doch seine daraus gezogenen Schlüsse sind völlig verquer. Zwischen Rüstungsausgaben und Armut besteht durchaus ein Zusammenhang. peinhard stellt fest:

Ihre Kommentare zeigen in der Summe vor allem eins – das ‘Menschenrecht auf (unbegrenztes) Eigentum’ steht im Zweifel über allen anderen Menschenrechten.

Der erste Kommentar erkennt:

Die EU, USA, Australien, wir alle verstoßen gegen unsere heiligsten und obersten moralischen Werte: Die Menschenrechte! Wir ermorden systematisch jene, die nur ein kleines Stück unseres Wohlstands abhaben wollen, ohne zu beachten, dass dies sogar unseren mehren könnte.

In jedem Fall aber sind wir duch das Zulassen des Mordes an tausenden Afrikanern jährlich mitverantwortlich. Wir sind also Mörder.

Ob die Menschheit will oder nicht, sie muss sich ihre Welt anders denken und danach gestalten. Ob Mauern – real oder im Geiste – hierbei nützlich sind, das ist zweifelhaft. Mauern stören nur und halten nie lange. ;)

Ein vielleicht zunächst weit hergeholter Buchtipp: Jean-Christophe Rufin Globalia

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