03. September 2006
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Für die Rettung bezahlen – Katastrophen-Apartheid droht

Manchen Menschen dämmert schon, welche Entwicklung die so genannte Globalisierung nehmen wird. Naomi Klein kommentiert teilweise bissig-sarkastisch dies und nennt es den katastrophen-kapitalistischen Komplex. Er bringt Profite, aber keine Hilfe für alle. Die Geschehnisse in New Orleans während und nach des Hurrikans Katrina sind ein deutliches Beispiel hierfür.

Ein Jahr ist es her, seit arme Bürger und Menschen der Arbeiterklasse in der Stadt New Orleans auf ihren Hausdächern strandeten. Diese Menschen warteten auf Hilfe, die nie eintraf, während sich Leute mit den nötigen finanziellen Mitteln in Sicherheit bringen konnten. Die politische Führung unseres Landes behauptet, es habe sich damals um einen tragischen Fehler gehandelt, die Kommunikation sei zusammengebrochen. Heute sei die Sache behoben. Die Lösung lautet “privatwirtschaftliche Lösung”. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Katastrophentrampelpfad.

Wird kein radikaler Kurswechsel eingefordert, so wird sich New Orleans als Blick in unsere miese Zukunft erweisen. Diese Zukunft heißt ‘Katastrophen-Apartheid’: Die Reichen werden gerettet, alle andern bleiben auf der Strecke.
Quelle: ZNet, Für die Rettung bezahlen – Katastrophen-Apartheid droht, 29.08.2006

Wer jetzt vielleicht an das Gesundheitssystem denkt und dort Parallelen sieht, irrt nicht. Ebenfalls irrt kein Mensch, wenn er die Privatisierung der Kriege als weiteres Beispiel annimmt. Denn private Militärdienstleister wollen künftig ganze Armeen auf den Markt bringen und profitieren so von Unsicherheit und Krieg.
Es erinnert ein wenig an den Dreißigjährigen Krieg. Viel Leid, viel Elend für viele und Profit für wenige. Das galt auch schon damals. Die Pest ist ja auch schon wieder aufgetaucht.

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