Parmalat vs. citigroup
Kann sich noch jemand an die Rolle der Deutschen Bank beim Zusammenbruch des Medienkonzerns Kirch erinnern? Ja, Nein?!? Etwas ähnliches geschieht gerade in Italien. Der Konzern Parmalat hat die citigroup und weitere Banken auf milliardenschweren Schadensersatz verklagt.
Parmalat will in New Jersey gegen Citigroup rund acht Milliarden Euro (zehn Milliarden Dollar) Schadensersatz einklagen. Der italienische Konzern und sein Chef Enrico Bonds werfen der Citigroup vor, maßgeblich zum Desaster des Konzerns beigetragen zu haben. Parmalat musste Ende 2003 Insolvenz beantragen. In den Kassen klaffte ein Loch von 14 Milliarden Euro. Es war einer der größten Unternehmenskollapse in Europa.
Quelle: boerse.ARD.de, Citigroup erleidet Schlappe, 16.07.2006
Ich muss es mal erwähnen, viel mehr [kleinere] Unternehmen gehen dank Banken pleite, die eine mittelstandsfeindliche [Kredit]Politik betreiben. Dabei hilft den Banken, die von ihnen selbst lobbyistisch geförderte mittelstandsfeindliche Politk auf EU- und/oder Landesebene. Man denke nur an Basel II.
Und noch etwas: Bei der derzeit grassierenden Fusionitis sollte man sich bewusst machen, dass hier keiner in bar bezahlt, sondern entweder Kredite aufnimmt oder Aktientausch anbietet. Beides sind Luftnummern. Das scheint bloß kaum einem aufzufallen. Auffallend ist nur die Tatsache, dass nach einer Fusionitis Arbeitsplätze abgebaut werden.
Anders formuliert: Steuerzahler finanzieren indirekt den [Manager]Größenwahn, in dem diese die gesellschaftlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung abwälzen. Die politischen Lösungen: Sozialabbau, Kürzungen, Privatisierungen und gleichzeitig Steuererhöhungen und Kontrolle vielfältiger Art für die Mehrheit der Bevölkerung. Man kann dies durchaus als Raub an der Allgemeinheit besser der Menschheit und auch der unserer Umwelt betrachten. Und dafür übernimmt kein Manager die Verantwortung, denn hierfür gibt es auch noch Versicherungen, wie der Fall Hartz zeigt.
Anmerkung: privare (lateinisch) heißt [be]rauben.
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