30. Juni 2006
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Staat zahlt weniger für Arbeitslose

Millionen neue Anspruchsberechtigte? Massenhafter Sozialmissbrauch? Kostenexplosion? Das WSI hat die verfügbaren Daten zu den Folgen der letzten Hartz-Reform zusammengestellt. Ergebnis: Bisherige Erfahrungen stützen die Befürchtungen nicht. Insgesamt hat der Staat gespart.
Die Kosten der Arbeitslosigkeit sind seit der Hartz-IV-Reform nicht gestiegen. Zwar lagen die Ausgaben für Langzeitarbeitslose und ihre Familien 2005 um 5,8 Milliarden Euro höher als im Vorjahr. Dem stehen jedoch andere Einsparungen gegenüber:
- Für Arbeitslosengeld I und Insolvenzgeld hat die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Euro weniger ausgegeben als 2004.
- 5,5 Milliarden Euro hat die Arbeitsagentur bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik für ALG-I-Bezieher eingespart.
Von einer Kostenexplosion könne keine Rede sein, kommentiert das WSI. Die Forscher konstatieren vor allem “Einschnitte in der regulären Arbeitsförderung, zum Beispiel der Weiterbildung”.

Quelle: Böckler Impuls 12/2006, Staat zahlt weniger für Arbeitslose

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