17. Mai 2006
Was mich bewegt
 
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Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind und die Welt verplempert eine Billion für Militär

2004, im letzten Jahr, für das zum Zeitpunkt der Abfassung des BICC-Jahresberichts gesicherte Daten vorlagen, beliefen sich die weltweiten Militärausgaben auf rund eine Billion US-Dollar (gegenüber 950 Milliarden US-Dollar 2003). [...]
Die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) beliefen sich 2003 (letzte verfügbare Vergleichzahl) auf 726 Milliarden US-Dollar (2002: 671 Milliarden), die Ausgaben der OECD-Staaten für die Entwicklungszusammenarbeit hingegen nur auf 69 Milliarden US-Dollar (58 Milliarden US-Dollar 2002).

Quelle: BICC-Pressemitteilung, BICC-Jahresbericht 2005/2006: Frieden schaffen – aber wie?

2004 wurden also eine Billion Dollar für Militär verschwendet, 2005 war es sicher noch mehr und 2006 dürfte die Jahre zuvor übertreffen. Eine Billion ist eine 1 mit 12 Nullen, also 1000000000000. Knapp eine Milliarde Menschen ist am Verhungern. Das ist weltweit fast jeder sechste Mensch. Fünf Millionen Kinder verhungern jährlich und die Eliten schauen ungerührt bei diesem Morden zu.

Was mich erbost: Gleichzeitig jammern sie der Weltöffentlichkeit vor, dass sei ja so ungerecht und sie täten alles Menschenmögliche. Fakt ist: Den Worten fehlt der [politische] Wille und den Worten fehlen glaubwürdige [authentische] Taten. Denn von einer ernst gemeinten Anti-Hunger-Politik profitierten die Volkswirtschaften und nicht die global und national einflussreichen internationalen Konzerne. Das erkennen und wissen mittlerweile viele Menschen. Bekannt sind ihnen auch die Interessenverflechtungen zwischen Politikern und Konzernen. Ihnen ist bewusst, dass bei militärischen Aktionen es nicht um Menschen geht, sondern um das Sichern und Erhalten von Macht und Ressourcen, Rohstoffen für wenige. Es geht nicht um die dort lebenden Menschen, auch wenn politisch und wirtschaftlich gewollte Militäraktionen, ob klein oder groß, ob verdeckt oder offen, sich mit Ideen tarnen. Diese Gewalt, ob staatlich oder nicht, ist mit Tod, Leid, Elend, Hunger und Schmerz für zahlreiche unschuldige Menschen verbunden. Das ist Mord. Bleibt nur noch zu sagen, dass in diesem Fall Konzerne ihre Rendite zwar auch durch die Militärausgaben erreichen, aber vor allem profitieren sie von der künstlich [militärisch] erzeugten Knappheit und schaffen damit gemeinsam mit den politischen Eliten weitere Konflikte, Krisen und Kriege – an denen sie verdienen. Eine rein rhetorische Frage mit ihrer Antwort zum Schluss:
Stehen diese Profiteure in vorderster Linie eines Krieges? Nein, da stehen sich nur die Armen gegenüber.

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