Die Schere zwischen Arm und Reich: 2001, 2005 … 2009?!?
Am 25. April 2001 veröffentlichte die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht. Man stellte fest:
“Ende 1998 erhielten 2,88 Millionen Personen Hilfe zum Lebensunterhalt. Unter den Empfängern waren Kinder unter 18 Jahren mit 1,1 Millionen die größte Gruppe”, heißt es im Bericht: “Am oberen Ende der Einkommensverteilung gab es 1995 auf Grundlage der Nettoeinkommen in Deutschland rund 13.000 Einkommensmillionäre.” Nicht eingerechnet sind Menschen mit millionenschwerem Privatvermögen.
Quelle: WDR, “Wohlstand unseres Volkes”?, Vor fünf Jahren: Erster Armuts- und Reichtumsbericht veröffentlicht, 25.04.2006
2005 veröffentlichte die Bundesregierung den zweiten Armuts- und Reichtumsbericht und er bestätigte, dass die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher geworden sind. Danach leben inzwischen sieben Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Am Tabu Reichtum der Wenigen kratzend ist die Frage schon fast rhetorisch, was der dritte Armuts- und Reichtumsbericht 2009 bestätigen würde. Bei der aktuellen Politik wohl noch mehr Arme als heutzutage. Denn die Zahlen von 2005 sind Makulatur. Denn immer mehr Kinder wachsen immer öfter in Armut auf und vor allem RentnerInnen führen ein Leben mit der täglichen Not. Ist das eine Gesellschaft die gute Zukunft hat? Wohl kaum, eher eine, die zerfällt. Denn sie orientiert sich nicht mehr an humanistischen Werten, sondern unter dem Banner so genannter “christlicher Werte” reduziert sie sich auf eine repressive und vielleicht Almosen gebende moderne “Feudalgesellschaft”. Man kann sie auch eine Oligarchie nennen. Denn allein hier hat sie einen “elitären” Zug an sich, auf den Millionen liebend gerne verzichten – der Zukunft willen.
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