Initiative Finanzstandort Deutschland – Aktionsgruppe der Finanzwirtschaft
Relativ unbekannt ist die Initiative Finanzstandort Deutschland, aber in ihr vereinen sich die Kräfte der deutschen Finanzwelt.
Sie ist laut eigenem Bekunden ein
Zusammenschluss von Instituten aus allen Bereichen der deutschen Kreditwirtschaft, der Versicherungen, der Deutsche Börse, der Deutschen Bundesbank, des Bun-desministeriums der Finanzen sowie der Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft gegründet worden. Ihr Ziel ist es, mit konkreten Produkten und Maßnahmen Nutzen für Privatkunden und Unternehmen zu stiften. Weiter leistet die IFD einen Beitrag zur politischen Diskussion mit Entscheidungsträgern auf verschiedenen Ebenen. Die Initiative wird getragen von Marktpraktiker aus allen Bereichen der Finanzbranche sowie Fachleuten aus vier großen Verbänden der Finanzbranche sowie aus der Bundesbank und dem Bundesfinanzministerium. Über alle Wettbewerbsgrenzen hinweg arbeiten in den IFD-Arbeitsgruppen Experten aus den teilnehmenden Häusern an pragmatischen und marktnahen Lösungen.
Zu den volkswirtschaftlichen Perspektiven planen sie einen Bericht zu Stärken und Schwächen der deutschen Finanzwirtschaft und ihrer Bedeutung als Partner für die Unternehmen bzw. Arbeitgeber jährlich zu veröffentlichen.
Volkswirtschaft besteht aber nicht nur aus Unternehmen, sondern wird als die Gesamtheit aller in einem Wirtschaftsraum (üblicherweise der Staat oder ein Staatenverbund, wie die EU) verbundenen und gegenseitig abhängigen Akteure (Haushalte und Unternehmen oder Konsumenten und Produzenten) bezeichnet, die Summe aller Wirtschaftseinheiten.
Die von Initiative Finanzstandort Deutschland angesprochenen Privatkunden werden wohl kaum die Bevölkerungsmehrheit sein, sondern eher Kunden mit hohem Vermögen sein.
Falk Hornuß fragt in Der Börsenwahn geht um unter dem Untertitel: Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) macht schon Schulkinder zu kleinen Spekulanten.
Was haben Dresdner Bank, Bayerische Landesbank, Bundesministerium der Finanzen, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Bundesbank, Deutsche Börse Group, Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley, Münchener Rück, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gemeinsam? Sie alle und noch viele mehr stehen hinter der neoliberalen Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD).
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Aus Sicht der IFD ist es nämlich notwendig, Wirtschaftsthemen noch stärker als bisher in den Lehrplänen der Schulen und in der Lehrerbildung zu verankern. Einerseits verdummt das deutsche Volk, wie PISA eindrucksvoll bewies, aber andererseits wird kostbare Unterrichtszeit mit der Förderung des Spekulantentums verschwendet.
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„Doch was kurzfristig gut für die Frankfurter Banker ist, muß nicht unbedingt auch für die Republik von Vorteil sein.“ urteilte selbst das Handelsblatt kritisch.
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